/ AKTUELLES / STELLUNGNAHME: WIR KÄMPFEN WEITER! /
ZURÜCK

21. JULI 2017


STELLUNGNAHME: WIR KÄMPFEN WEITER!



Mit Verärgerung hat unsere Bürgerinitiative die Reaktion des Umweltministeriums auf die geplante Donauwehrabsenkung aufgenommen. Dass das Ministerium dem Erhalt des Donauwehrs in jetziger Form praktisch keine Chance einräumt, ist engstirnig und für die Bürger nicht nachvollziehbar. Das bedeutet unser Bürgerengagement muss weitergehen und sogar verstärkt werden.

Die vielen Argumente für den Erhalt des sommerlichen Aufstaus haben wir bereits oft genannt. Die Wasserqualität hat sich in den vergangenen Jahren durch das Wehrmanagement erheblich verbessert und erfüllt die geforderten Normen. Für uns steht fest, dass eine Wehrabsenkung um einen Meter nur noch in geringem Maße zur besseren Qualität der Donau beitragen würde. Das Argument der Durchfließbarkeit nimmt sich das Ministerium selbst, durch den Vorschlag den Aufstau beizubehalten, aber um einen Meter zu senken. Ebenso wird die besondere Lage Tuttlingens hinter der Donauversickerung und dem wenig ankommenden Wasser ignoriert.

Das Tuttlinger Stadtbild dagegen wäre durch den Abstau erheblich gefährdet – nur scheint das die verantwortlichen Stellen, insbesondere im Umweltministerium und Regierungspräsidium nicht zu interessieren. Es ignoriert das Anliegen zahlreicher Tuttlinger Bürger, Touristen und Besucher, die dieses Stadtbild mit der aufgestauten Donau seit Hunderten von Jahren schätzen und lieben.

Wir sind enttäuscht, dass das Ministerium sich offenkundig so wenig für die Belange seiner Bürger interessiert. Von Diskussionsbereitschaft war bislang nichts zu spüren, und erst jetzt, da die Absenkung in Augen der Behörden beschlossene Sache ist, ist zumindest erstmals von Bürgerinformation zu lesen. Diese ist bisher gänzlich ausgeblieben.

Für uns steht deshalb fest: Sollte sich die Stadt Tuttlingen entscheiden, den Rechtsweg einzuschlagen, steht die Bürgerinitiative mit ihren bisher knapp 3.000 Unterstützern voll und ganz dahinter. Und wir werden alles daran setzen, noch mehr Unterschriften zu sammeln. Jeder kann mit seiner Unterschrift zeigen, dass man sich das Verhalten des Ministeriums nicht gefallen lässt.

Bürgerinitiative ErhaltensWEHRt

Hintergrund:
Bericht im GRÄNZBOTE - "Es geht nur ums wie, nicht ums ob"